Welt 05.07.2026
01:38 Uhr

Trump lässt sich von Moskau und Kiew über Front-Lage unterrichten – 85-Minuten-Telefonat mit Putin


Anlässlich des 250. Geburtstags der USA telefoniert Präsident Trump sowohl mit Putin als auch mit Selenskyj. Jeweils geht es unter anderem um die Lage im Krieg – und eine mögliche Lösung.

Trump lässt sich von Moskau und Kiew über Front-Lage unterrichten – 85-Minuten-Telefonat mit Putin

Kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara hat Kremlchef Wladimir Putin russischen Angaben zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine gesprochen. Die beiden Präsidenten hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem am Dienstag und Mittwoch stattfindenden Gipfel „natürlich über die Frage einer Lösung in der Ukraine“ gesprochen, sagte der Präsidentenberater Juri Uschakow laut Berichten der Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag. Putin habe in dem Telefonat „die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld“ in der Ukraine (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/ukraine/) skizziert, „wo die russischen Streitkräfte selbstbewusst vorrücken“, erklärte Uschakow. Trump habe seine Bereitschaft erklärt, sich für ein schnelles Ende der Kämpfe einzusetzen. Trump und Putin hätten in dem 85-minütigen Gespräch auch Themen wie den Iran und die Golfregion erörtert, fügte er hinzu. Zuvor hatte bereits Kiew (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/kiew/) mitgeteilt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/wolodymyr-selenskyj/) mit Trump telefoniert habe. Anlass beider Telefonate sei der 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA gewesen, teilten Moskau und Kiew mit. Selenskyj betont „Entschlossenheit der USA“ Selenskyj erklärte im Onlinedienst X, er und Trump hätten in dem „sehr guten Telefonat“ den Krieg in der Ukraine erörtert. „Präsident Trump und ich haben über die aktuelle Lage an der Front sowie unsere diplomatischen Bemühungen gesprochen. Es besteht die Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die Entschlossenheit der USA ist entscheidend“, betonte der ukrainische Präsident. Als Geste wurde das 62 Meter hohe Mutterland-Denkmal in Kiew nachts in den Farben der US-Flagge angestrahlt. Trump und er hätten vereinbart, „die Gespräche während des Nato-Gipfels in Ankara (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/ankara/) fortzusetzen“, fügte er hinzu. Zu dem Gipfel in der Türkei werden Staats- und Regierungschefs aus 32 Staaten erwartet, darunter Trump. An der Front haben die russischen Streitkräfte in den vergangenen Monaten so gut wie keine Fortschritte erzielt. Die Verhandlungen sind derweil festgefahren: Moskau (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/moskau/) fordert den Rückzug ukrainischer Truppen aus der gesamten Region Donezk – Kiew lehnt die Forderung ab.